Firma Nummer 1

Ein großes, deutschlandweit operierendes Unternehmen, was durch regionale Verkaufsniederlassungen vertreten wird.

Das Haus was sehr schon designed, mit Gaube und Erker und mit vielen großen Fenstern, ein richtiges Schmuckstück. Von Hause aus wurde der T10 Poroton Stein angeboten, mit einer speziell gedämmten Grundplatte käme man selbst mit einer im Standard 2-fach Verglasung auf eine KFW 75 Zertifizierung.

Eine im Vorfeld des Besuches geschriebene Mail mit unseren Sonderwünschen hatte man angeblich nicht erhalten … *nerv* … nach einigem Suchen fand man sie dann aber. Leider ging man kaum auf unsere Sonderwünsche ein … hob hervor, was das Haus alles besonderes hat.

Besonders schwer tat man sich mit der Erdwärmepumpe. Hier wollte man uns auf Biegen uns Brechen auf einen bestimmten Typ Luft-Wärme Pumpe umstimmen. Zahlreiche Zertifikate von Instituten, von denen ich noch nie gehört hatte, untermauerten die Argumentation … bester COP Wert, superleise, Heizwunder … je länger wir uns das anhörten, um so zugeneigter wurden wir der Luft-Wärme Pumpe.

Wir merken schnell, dass die geschliffenen Reden kaum Substanz hatten. Technisch kannte man sich nicht wirklich aus, redete teilweise auch ziemlichen Unfug … machte alles in allem kein sonderlich überzeugten Eindruck.

Zugriff auf den Bauleiter hatten wir auch nicht, alles geht über den Verkäufer. Dazu keine Übersicht, welche Handwerksfirmen das Haus bauen. Später erfuhren wir, dass diese Häuser meist ausgeschrieben werden. Die Firma macht genaue Vorgaben, Handwerker geben Ihren Preis ab, das billigste Angebot gewinnt meist … sprich man weiß nie vorher, welche Firmen das Haus wirklich bauen.

Recht schnell nach dem Besuch bekamen wir das überarbeitete Angebot. Obwohl längst nicht alles, was wir wollten, drin war, war der Mehrpreis wirklich enorm. Da dir Firma insgesamt keinen all zu vertrauenerweckenden Eindruck machen, haben wir uns hier nicht weiter bemüht.

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Und weiter geht es …

… irgendwann im letzten Jahr habe ich den Faden verloren.

Ich habe mir in der ersten Hälfte 2014 neben meinem Hauptberuf noch einen Nebenberuf (geringfügige Beschäftigung) gesucht. So 1 – 2 oder auch 3-mal Abends ein paar Stunden zusätzlich Arbeiten, dafür die Möglichkeiten für eine höhere Sondertilgung, das sollte kein Problem sein. Ist es eigentlich auch nicht, aber irgendwie habe ich da den Faden verloren, den Blog weiter zu schreiben. Man kommt doch meist recht müde und kaputt nach Hause, und dann schiebt man den nächsten Beitrag und schiebt und schiebt und schiebt … na, jetzt geht es aber weiter.

Inzwischen sind Monate vergangen, das Grundstück ist gekauft, Baustraße und Baustellenzufahrt gebaut, alle Medienleitungen verlegt und teilweise schon angeschlossen.

Die Bodenplatte ist fertig, ebenso der Rohbau, der Dachstuhl, das Dach ist gedeckt, der Innenputz an der Wand, die Elektrokabel in der Wand und auf den Böden, die Dämmung und Tritschalldämpfung sind verlegt und die Trockenbauwände sind fertig. Die Photovoltaikanlage ist auf dem Dach, die Dachkästen montiert und gestrichen, der Außengrundputz trocknet in der Wintersonne.

Wir sind sehr sehr glücklich mit der Wahl der Baufirma, der Bauleiter ist wirklich klasse, die Handwerker stehts nett und erklären die aktuellen Arbeiten und geben uns viele Tipps zum weiteren Ablauf.

Das Haus selbst finden wir alles in allem Klasse. Es gibt Kleinigkeiten, die wir hätten anders gestalten sollen. Die Zimmer etwa 30 cm verschoben würde uns gestalterisch die Möglichkeit geben, eine Idee zu verwirklichen, die uns am Reißbrett bzw. beim betrachten der Grundrisse auf Papier so nicht in den Sinn kam. Weiterhin ist ein Gemeinschaftsraum im Obergeschoss etwas kleiner als gedacht, dafür die Zimmer größer als gedacht. Hier die Wände auf jeder Seite 25 cm verschoben … dann wäre es perfekt. So ist es halt nur fast perfekt.

🙂

Ich habe mich entschlossen, die vergangenen Monate Schritt für Schritt aufzuarbeiten. HS Massivhaus Potsdam hat es, Stand heute, absolut verdient, dass geneigte Leser sich informieren können.

Wer also im (Groß)Raum Berlin auf der Suche nach einer Baufirma ist … Stand heute ist HS Massiv eine sehr gute Wahl.

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Erste Angebote

Etwas überraschend war, dass wir trotz vieler „Ja das Angebot bekommen Sie ganz sicher nächste Woche“ Aussagen an den Ständen auf der Neue Potsdam Bau 2014 nach einer Woche nur 3 Angeboten vorliegen hatten.

Also riefen wir die hoffnungsvollsten noch einmal an und siehe da … nach blumenreichen Entschuldigungen hatten wir dann doch eine recht große Anzahl von ersten Angeboten vorliegen.

Bei der Durchsicht der Angebote erstaunte uns doch die enorme Preisspanne zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Angebot. Diese ungelogen etwa 80.000 € … bei absolut identischer Anfrage. Wahnsinn …

Bei der Durchsicht der Angebote und der Allgemeinen Bau-Leistungsbeschreibung (ABLB) fiel uns eine Sache recht früh auf … Baustraßenbreite mindestens 5 Meter. Komisch … die Zufahrt zu unserem Grundstück beträgt nur 4 Meter. Diese Forderung nach 5 Meter fanden wir noch in einer weiteren ABLB, die anderen gingen gar nicht auf das Thema ein. Wieso braucht man eine Baustraße die 5 Meter breit ist … und wenn man diese braucht, wie soll man dann auf einem Baugrundstück bauen, welches nur einen 4 Meter breiten Zuweg hat? Und wozu überhaupt 5 Meter? Selbst ein 40 Tonnen LKW mit Auflieger ist …. laut Google … gerade mal 2,55 Meter, ein Tieflader 2,80 Meter.

Als Laien waren wir natürlich erstmal geschockt … aber Aufklärung brachten klärende Telefonate am Folgetag. Selbstverständlich muss die Baustraße nicht 5 Meter breit sein. 4 Meter seien völlig ausreichend, selbst 3 Meter sind genug, nur müsse man das vorher wissen.

Toll … kann man das nicht gleich so reinschreiben? Nicht mal die Straßen in unserem kleinen Wohngebiet sind 5 Meter breit.

An dieser Stelle haben wir die beschlossen, die ABLB erstmal komplett außen vor zu lassen. Wie sollen wir als Laien so etwas bewerten? Das ist ein Job für unseren unabhängigen Baubetreuer … war und ist zumindest unsere Meinung.

Zurück zu den Angeboten … wir strichen die teuersten raus, auch ein paar von den ganz billigen … und gingen mit 6 Baufirmen in die nächste Runde.

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Hausbaumesse: Neue Potsdam Bau 2014

Hausbau Messen bieten ausgezeichnete Gelegenheiten, sich umfassend über nahezu jeden Bereich des Hausbaus zu informieren. Neben Hausbau-Firmen und Finanzierungsexperten findet man auch Spezialfirmen für Heizung, Photovoltaik / Solar, Inneneinrichtung Zaunbau und viele andere kluge Leute, die alle möglichen Dienste anbieten. Dazu noch eine kostenfreie Kinderbetreuung … herrlich.

Auf der Messe haben wir mit 7 oder 8 Ausstellern von Massivhäusern gesprochen. Neben, zumindest uns, bekannten Größen wie Town & Country, Heinz von Heyden, Fibav und anderen haben wir aber auch mit kleinen, regionalen Anbietern gesprochen, die nur 10 – 15 Häuser pro Jahr bauen.

Es war sehr gut, dass wir uns im Vorfeld schon über viele Sachen einig waren und uns zumindest ein wenig auskannten. Das hat uns sehr viele Diskussionen und Missverständnisse erspart.

Nach der Messe schickten wir den Firmen, die für uns in Frage kamen, unser kleine Anforderungsliste zu. Wir machten deutlich, dass es uns im ersten Schritt darum ging, einen „Richtpreis“ für unser Projekt zu bekommen. Wir baten darum, ein Basishaus zu nehmen, welches von der Größe her unseren Anforderungen genügt, und dazu unsere Sonderwünsche zu kalkulieren.

Und so wartet wir auf die ersten Angebote …

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Zusammengefasst …

… wollen wir also unser Haus wie folgt bauen:

Massivhaus mit Mauerwerk 36,5 cm ohne zusätzliche außen oder innen angebrachte Wärmedämmung, Satteldach, Südseite ohne Aufbauen oder Dachgeschossfenster für eine Photovoltaikanlage mit Speicher, Fußbodenheizung, Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung, Außenhülle ausreichend für eine KfW70 Zertifizierung, etwa 140 – 150 m² Grundfläche. Dazu eine bestimmte Raumaufteilung, bodentiefe Fenster hier und da, und ein bisschen Kleinkram ala bodengleiche Dusche, elektrisch betriebene Rollläden usw. alles in allem nichts weltbewegendes.

🙂

Das Ganze schrieben wir nieder und verschickten es mit einem kleinen, persönlichen Anschreiben per E-Mail an … etwa 20 verschiedene Hausbaufirmen, die wir über die Gelben Seiten gefunden haben. Wir baten unisono um eine grobe Richtkalkulation ohne zu sehr ins Detail zu gehen und im ersten Schritt zu viel Aufwand zu erzeugen. Wir wiesen expliziert darauf hin, dass sowohl ein Grundstück als auch eine Finanzierung vorhanden sind.

Die etwa 20 Firmen mögen vielleicht etwas viel klingen, aber wir haben bewusst eine größere Anzahl angefragt. Wir waren der Meinung, dass durch unsere sehr genauen Vorstellung unseres Hauses die Vorarbeit vertretbar war. Nach etwa 10 Tagen hatten sich nur 4 oder 5 Firmen gemeldet. Und wir sogar Absagen … Aktuell wird in und um Berlin so viele gebaut, da gäbe es keine Kapazitäten.

Glücklicherweise fand sehr zeitnah die „Neue PotsdamBau 2014“ statt, eine regionale Baumesse für Einfamilienhäuser. Der perfekte Platz zum finden einer passenden Baufirma.

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170 Liter Warmwasserspeicher … reicht das? Und wofür bitte einen Pufferspeicher?

Unsere favorisierte Vissmann Wärmepumpe hat einen 170 Liter Warmwasserspeicher. Eine Frage, die uns sehr lange beschäftigte … reicht das aus? 170 Liter klingen sehr wenig …

Das System lässt einmal die Erwärmung des Wassers über die Wärmepumpe zu, zum anderen aber auch über eine elektrische Heizung. Da wir eine Photovoltaik-Anlage installieren werden ist also an sonnigen Tagen genug Strom vorhanden, den Speicher auch auf 50 oder 60° hochzuheizen anstelle nur auf 40°C. Mischt man dieses deutlich heißere Wasser dann mit kalktem Wasser erreicht man auch eine deutlich größere Menge.

Es ist auch so, dass wir unsere Kinder, aktuell 6 und 10 Jahre alt, zu sparsamen Gebrauch von (Warm)wasser, Strom usw. erziehen. Ein größerer Warmwasserspeicher ist sicher sehr bequem und einfacher zu handhaben, aber wirklich notwendig ist er nicht.

Der Pufferspeicher ist ein … nennen wir es ein Behältnis mit einer Flüssigkeit, die zwischen der Fußbodenheizung und die Wärmepumpe installiert wird. Er sorgt dafür, dass die Wärmepumpe länger und effektiver arbeiten kann. Normal springt die Pumpe jedes mal an, wenn Wärmebedarf  besteht. Der Puffer sorgt dafür, dass die erzeugte Wärme zwischengespeichert wird und die Pumpe schonender und in weniger, aber längeren Intervallen läuft. Das spart Energie und schont die Wärmepumpe, die dann durchaus ein paar Jährchen länger laufen soll / kann / wird.

Stand hier und jetzt sind wir überzeugt, dass wir mit 170 Liter Warmwasser sehr gut hinkommen und der Pufferspeicher trotz der Mehrkosten unterm Strich seinen Mehrpreis wert ist.

 

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Einmal Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung bitte

In einer Sache ist sich das Internet einig … die konstanteste Energie zum Betreiben einer Erdwärmepumpe bekommt man mit einer Tiefenbohrung. Ja nach Energiebedarf und Bodenbeschaffenheit muss man etwa 60 – 100 Meter mit 2 Bohrungen in die Erde.

Alternativen zur Tiefenbohrung sind Flächenkollektoren oder Spiralkollektoren. Unter Flächenkollektoren versteht man ein großes Leistungssystem, welches in 1,5 -3-facher Größe der zu beheizenden Fläche in etwa 1,2 Meter Tiefe im Boden vergraben wird. Die Spiralkollektoren sind etwa 4 Meter lange, spitalförmig gedrehte Leitungen, die in 2 Meter Tiefe im Boden vergraben werden.

Je nach Geschick des Verkäufers tendierten wir kurzzeitig zur ein oder anderen Option, aber am Ende überzeugten uns zu Rate gezogene Energieberater dazu, die Tiefensonde zu nutzen und zu bohren.

Hauptgrund … beide Alternativ System (Flächen- oder Spiralkollektor) benötigen, um optimal zu funktionieren, eine bestimmte Bodenqualität bzw. Grundwasserhöhe und Disziplin und Weitsicht bei der Gartengestaltung. Leider ist unser Boden nicht wirklich für Spiralkollektoren geeignet und in Punkto Gartengestaltung … nun, wir bohren lieber.

🙂

Ein weiterer kleiner, angenehmer Nebeneffekt der Tiefenbohrung … ist das Bohrgerät einmal auf dem Grundstück, ist der Brunnen zur Gartenbewässerung auch schnell und preiswerter fertig.

Nach vielen und langen und intensiven Gesprächen steht also fest … Erdwärmepumpe – Tiefenbohrung – Pufferspeicher. Da die Erdwärmepumpe zukünftig mit Sonnenernergie (Photovoltaik) betrieben wird, sind wir der Überzeugung, einen sehr guten Mix aus Investitionen, Einsparung, Kosteneffizienz und Umweltschutz zu haben.

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